Aus Grasland wächst ein Lebenswerk

Am Anfang war da nichts als Wiese. Keine Bäume, kein Strom. Nur ein paar orangefarbene Zelte, Wohnwagen mit bunten Vorzelten und vom Wind gebeutelte Campingstühle. Und trotzdem wussten Mona und Thorkild, dass sie hier etwas Besonderes gefunden hatten. Ohne Netz und doppelten Boden stürzten sie sich in ihr Vorhaben. Sie gruben, pflanzten, bauten und richteten den Platz mit Sorgfalt und Herz ein. Wo andere Grenzen sahen, erkannten sie Möglichkeiten. Heute, 50 Jahre später, ist dieser Ort lebendiger denn je. Aus dem flachen Grasland entstand Dänemarks meistprämierter Campingplatz – ein Lebenswerk, in dem Familie und Gäste über Generationen hinweg Freiheit, Gemeinschaft und unvergessliche Augenblicke finden.

Hvidbjergstrand 1976 Jubilæum Thorkild Mona
Mona und Thorkild gründeten 1976 Hvidbjerg Strand Camping. Sie verliebten sich in den Ort und die weite Natur an der dänischen Nordseeküste – und verwandelten eine kahle Wiese in Dänemarks meistprämierten Campingplatz. Ein Familienunternehmen und ein Lebenswerk, das bis heute täglich neue Gäste zu unvergesslichen Urlaubsmomenten willkommen heißt.

Die Anfänge in Børsmose. 1972.

Mona und Thorkild sind Mitte zwanzig. Ihr Sohn Steen ist fünf, das zweite Kind ist unterwegs. Sie hätten den sicheren Weg wählen können. Thorkild hatte Aussicht auf einen gut bezahlten Leiterposten – mit festem Einkommen und sicherer Perspektive. Doch das war nicht der Weg, der zu ihnen passte. Sie wollten etwas Eigenes, etwas, das sie von Grund auf selbst aufbauen konnten. Also entschieden sie sich gegen Sicherheit und für das Abenteuer.

Am 1. Mai 1972 hielten sie die Schlüssel zu dem Kaufmannsladen in der Hand, den sie auf Børsmose Camping gepachtet hatten – bereit für ein neues Kapitel. „Viel hatten wir nicht“, erinnert sich Thorkild. „Aber wir glaubten daran, dass wir es schaffen können. Und das hat uns weit getragen.“ Nur sieben Tage später kam Lene zur Welt. Von Schonzeit keine Spur. Lene lag im Kinderwagen, während Mona Kunden bediente. Wurde die Kleine unruhig, schaukelten Camper den Wagen. Und wenn gar nichts mehr half, steckten sie den Kopf durch die Tür und riefen: „Mona, wir glauben, die Lütte hat Hunger.“

Die Tage im Laden waren lang und arbeitsreich. Aber Mona und Thorkild ließen sich nicht entmutigen. Die Obst- und Gemüseauslage war immer perfekt und im Keller standen Bier und Limonade stets eiskalt bereit. „Das war ein schöner Laden, und das sprach sich schnell herum. Die Leute kamen von weit her, um bei uns einzukaufen“, schwärmt Thorkild.

Doch obwohl es gut lief und der Umsatz stieg, wurde jede verdiente Krone zweimal umgedreht und gespart. Nicht für Reisen oder Luxus – sondern für das, was noch kommen würde. Wohin der Weg führte, wussten sie damals noch nicht genau. Nur, dass er irgendwo vor ihnen lag. Und eines Tages war sie da, die Gelegenheit. Von einem Freund erfuhr Thorkild, dass in Blåvand ein Campingplatz zum Verkauf stand.

„Der Besitzer war verstorben und man suchte nun eine Nachfolge“, erklärt Mona. Richtig viel her machte der Platz nicht. Er bestand praktisch nur aus flachem Grasland. Es gab weder Bäume noch Strom. Nur Natur und ein paar Dauercamper. Viele schüttelten den Kopf. Zu teuer, zu unsicher, zu riskant für ein junges Paar mit zwei kleinen Kindern. Aber Mona und Thorkild sahen etwas anderes. Sie sahen Möglichkeiten. „Es war zwar nur flache Wiese“, erinnert sich Thorkild. „Aber sie lag nah am Wasser… und das machte den Unterschied.“

Hvidbjergstrand 1976 Jubilæum Luftfoto
Eine kahle Wiese ohne Bäume und Strom. Das erste Luftbild des Campingplatzes, aufgenommen vor mehr als 50 Jahren.

1976 – Hvidbjerg Strand Camping wird gegründet

Mona und Thorkild hatten keinerlei Zweifel. Also kauften sie den Campingplatz in Blåvand und gründeten Hvidbjerg Strand Camping. Die ersten Jahre waren hart. Wie schon beim Kaufmannsladen in Børsmose, fiel Mona und Thorkild nichts in den Schoß. Abends, wenn die Kinder schliefen, schlichen sie sich wieder nach draußen. Irgendwo tropfte immer ein Wasserhahn oder musste etwas erledigt werden. Und da man kein Geld für Handwerker hatte, musste man sich eben selbst behelfen.

„Als wir den Campingplatz übernahmen, hatten wir nicht einmal Strom“, erzählt Mona. „Und einen Elektriker konnten wir uns einfach nicht leisten.“ Als mussten sie selbst anpacken. Thorkild hob im sandigen Boden Gräben aus und Mona verlegte die Kabel. Schritt für Schritt wurde der Platz erschlossen, hauptsächlich von Hand. Und so ging das viele Jahre. Alles machte die Familie selbst. Dadurch blieb genug Geld, um den Platz Stück für Stück zu verbessern und auszubauen.

Der Wandel beginnt

Als Mona und Thorkild den Platz übernahmen, gab es keinerlei Windschutz. Keine Bäume, keine Sträucher, keine Hecken. Der Wind hatte freies Spiel – und daran musste sich etwas ändern. Sie baten Monas Eltern um Hilfe. „Viele haben den Kopf geschüttelt“, erinnert sich Mona. „‚Das könnt ihr euch sparen‘, sagten sie. ‚Hier wächst eh nichts.‘ Aber meine Eltern haben beide bei Hedeselskabet, der dänischen Heidegesellschaft, gearbeitet und wussten genau, was machbar ist. Und sie halfen uns.“

Mit sicherer Hand wurden Windschutzhecken gepflanzt. Nicht einfach zufällige Bäume und Sträucher, sondern gezielt ausgewählte Pflanzen mit hoher Widerstandskraft gegen die salzhaltige Luft und die starken Westwinde. „Viele Ferienhausbesitzer aus der Gegend haben nicht daran geglaubt. Aber mein Vater hat immer gesagt: ‚Egal, die müssen erstmal in die Erde, bevor sie wachsen können‘“.

Die Jahre vergingen und langsam wuchsen die Schutzhecken in die Höhe. Aus kleinen Stecklingen wurden Sträucher. Sträucher wurden zu Dickicht. Und Dickicht wurde zu Bäumen, die stark genug waren, um den Kampf mit dem Westwind aufzunehmen. Es war ein Triumph, sie dann doch wachsen zu sehen. Die vormals zweifelnden Ferienhausbesitzer wurden plötzlich neugierig und wollten es ihnen nachmachen. Thorkild ergänzt: „Erst war kaum etwas zu erkennen, aber plötzlich stand da eine grüne Hecke und die Gäste hatten ihren eigenen abgeschirmten Bereich. Das war wichtig.“ 

Lene war oft dabei, wenn die Großeltern pflanzten. Sie lernte früh, wie wichtig Schutz und kleine Rückzugsorte für die Atmosphäre eines Campingplatzes sind. Wie kahl es einmal war, kann man sich heute kaum noch vorstellen. Die damals gepflanzten Hecken und Bäume stehen noch immer. Sie rahmen den Platz ein, bieten Schutz vor dem Wind und schaffen kleine grüne Privaträume, in die sich Familien zurückziehen können, ohne das Gefühl von Gemeinschaft zu verlieren. „Was wir uns für unseren eigenen Urlaub immer gewünscht haben, sollten auch unsere Gäste bekommen“, sagt Mona.

Hvidbjergstrand 1976 Jubilæum Modtagelse
Thorkild empfing die Gäste viele Jahre lang persönlich und brachte sie mit dem Fahrrad zu ihren Stellplätzen.

Leben am Rand der Dünen

Windschutz war ein Muss. Bei der Übernahme bestand der Campingplatz aus zwei kleinen Plätzen: Jensens Camping, wo sich heute die Rezeption befindet, und Blåvand Sydstrand Camping direkt am Wasser, dort wo heute das Hvidbjerg Strandhotel und die Strandvillen liegen. Damals waren die Dünen deutlich niedriger, und das hatte Folgen. Am 24. November 1981 traf ein starker Sturm die Westküste und der kleine Campingplatz in Wassernähe wurde überflutet. Auch viele Ferienhäuser, die auf der ‚falschen‘ Seite des inneren Deiches lagen, waren betroffen.

Am 9. Januar 1991 wiederholte sich alles. Ein weiterer schwerer Sturm traf das Gebiet und richtete große Schäden an. Sommerhäuser wurden von ihren Fundamenten gerissen und glichen wackligen Kartenhäusern. Erneut war der Campingplatz überschwemmt – diesmal zwei Tage lang. Das Wasser stand 1,6 Meter hoch. Zwei Gebäude – in denen sich eine Grillbar befand – liefen komplett voll. Die Geräte, die Inneneinrichtung, die Elektrik – alles musste ersetzt werden. Die Kosten für Mona und Thorkild waren enorm. Und die Versicherung zahlte nicht. „Ich habe damals das Küstendirektorat in Lemvig auf mich aufmerksam gemacht, und der Direktor kam selbst hierher“, erzählt Thorkild. „Er sagte: ‚Sie haben recht. Die Dünen müssen verstärkt werden. Es muss Sand von der Küste aufgespült werden, und wir müssen Strandhafer pflanzen.‘” Und das geschah dann auch. Und funktionierte. Heute sind die Dünen größer und können den Sturmfluten standhalten.

Vom ersten Tag an ein Familienunternehmen

Von Anfang an war Hvidbjerg Strand Camping ein echtes Familienunternehmen. Mona und Thorkild bezogen Lene und Steen mit ein, wo sie konnten – und im Grunde lange, bevor sie alt genug waren, um den Sinn zu verstehen. „Lene saß oft mit mir zusammen in der Rezeption. Wir hatten auf dem Campingplatz ein Münztelefon und wurden von den deutschen Gästen oft nach der Vorwahl für Deutschland gefragt. Lene kannte sie schon auswendig und antwortete: ‚00949‘. Nach etwa einem Jahr fragte sie mich eines Tages: ‚Du Mama, was bedeutet das eigentlich?‘, erzählt Mona. Thorkild lacht. „Da war sie noch ganz klein.” Und so war es immer. Die Kinder waren ganz natürlich in den Alltag des Campingplatzes einbezogen und hatten ihre eigenen kleinen Aufgaben. „Sie haben sich in die Arbeit eingespielt“, wie es Mona bezeichnet. „Sie haben ordentlich mitangepackt, und das hat nicht immer nur Spaß gemacht. Aber sie waren ein Teil des Ganzen – genau wie wir. Und auf diese Weise lief unser Alltag gut.“

Viele Jahre lang lag die Rezeption gleich neben der Grillbar, damit Mona gleichzeitig Gäste empfangen und Hotdogs mit Röstzwiebeln servieren konnte. Auch hier stand Klein-Lene auf einem Bierkasten an der Kasse, um mitzumachen. Steen half beim Zählen der Tageseinnahmen. „Wenn ich fand, dass die Zahlen nicht stimmten, habe ich nachgezählt“, erinnert sich Mona. „Steen hat das überhaupt nicht verstanden: ‚Mama, glaubst du, das Geld wird mehr, nur weil du es zählst?“

Später, als Steen aufs Gymnasium in Varde kam, durfte er Monas Auto nehmen. Einige wunderten sich darüber – für Familie Slaikjær hatte das aber durchaus seinen Sinn: Es sparte Zeit und so konnte er schneller wieder auf dem Campingplatz sein und helfen.

Sowohl Steen als auch Lene wurden ein unverzichtbarer Teil des Betriebes. Sie halfen in der Rezeption und erledigten kleine Aufgaben. Ihre Mitarbeit erleichterte nicht nur den Alltag – dadurch konnten Mona und Thorkild auch Geld sparen und in den Campingplatz investieren. „Das war für uns sehr wichtig,“ sagt Thorkild. „Wir wollten das Geld nicht für uns haben, sondern für den Campingplatz. Und ohne die Kinder wäre es niemals gegangen.“

Ein anderer Alltag

Wenn man auf einem Campingplatz lebt, sieht der Alltag völlig anders aus als in anderen Familien. Das galt auch für Mona, Thorkild, Lene und Steen. Die Mahlzeiten waren oft improvisiert, und wenn Mona Dienst in der Grillbar und gleichzeitig in der Rezeption tat, wurde die Familie oft von dort verpflegt. Im Laufe der Jahre sind da eine Menge Hähnchen, Hotdogs und Pommes frites-Portionen zusammengekommen. Nichts wurde weggeworfen, den Kindern war es recht.

Aufzuwachsen auf dem Campingplatz, bedeutete sowohl Verantwortung als auch Freiheit. Die Kinder halfen mit, durften sich aber gleichzeitig frei bewegen und den Campingplatz und die Gegend auf eigene Faust erkunden. Das war Freiheit unter Verantwortung. „Lene und Steen waren immer auf dem Platz unterwegs. Steen spielte sehr gerne in den Dünen. Er musste nur nach der Campingfahne Ausschau halten, dann wusste er immer, wo ich war. So etwas würde man heute wohl nicht mehr machen. Aber es waren andere Zeiten damals und das gab ihnen ein besonderes Gefühl von Freiheit“, sagt Mona.

Hvidbjerg Strand Camping Resort Camping Overblik

Immer ein Stückchen besser

Mona und Thorkild halten immer die Augen offen. Sie sehen Dinge, bevor es anderen auffällt, und sie handeln entsprechend ohne zu zögern. Jedes Detail auf dem Campingplatz wurde durchdacht. Toiletten, Waschgelegenheiten und Hütten – alles sollte nicht nur funktionieren, sondern sich auch richtig anfühlen. Die Gäste sollten spüren können, dass sich hier jemand die Mühe macht. Hier war nichts „eben gut genug“. Sie wollten Erlebnisse schaffen, an die man sich erinnert – und das spürte man in jeder Ecke des Platzes. „Beim nächsten Mal muss alles ein Stückchen besser sein als beim letzten Mal. Das war immer unser Ansatz. Und lieber ein bisschen zu viel bauen als zu wenig“, sagt Mona. Andere Platzbetreiber konnten diesen Ansatz anfangs nicht nachvollziehen. Als sie die ersten kleinen Toilettenhäuser errichtet hatten, ernteten sie Kopfschütteln: ‚Wozu soll das denn gut sein?‘ hieß es. Aber die Kritik verstummte schnell. Denn die Gäste spürten den Unterschied und wussten den Extrakomfort sehr zu schätzen. Niemand hat Lust, in seinem Urlaub an der Toilette Schlange zu stehen. Und bald mussten neue Toilettenhäuser gebaut werden – und noch welche.

„Wir haben immer viel Wert auf unsere Sanitäranlagen gelegt. Sie müssen in Ordnung sein, und es muss genug von ihnen geben“, ergänzt Thorkild. Der Campingplatz gehörte zu den ersten in Dänemark, auf denen man ein privates Bad mieten kann. Außerdem wurde ein Kinderbad eingerichtet mit Duschen, Waschbecken und Spiegeln in Kinderhöhe, und sogar Mini-WCs und Babybadewanne. Auch an eine Hundebadewanne im Freien wurde gedacht. Denn der Campingplatz sollte auch für die Vierbeiner geeignet sein und damit ein Ort, wo sich die ganze Familie willkommen fühlt.

Mona und Thorkilds Blick reichte jedoch über Fliesen und Wasserhähne hinaus. Schon früh hatten sie erkannt, dass die deutschen Touristen für ihren Betrieb eine Schlüsselrolle spielten. Also machten sie sich Mitte September nach Saisonende auf den Weg nach Deutschland, um Messen und Veranstaltungen zu besuchen. Das war zwar mühsam, aber lohnte sich. „Wir haben das große Potenzial der deutschen Touristen erkannt. Die Ferien in Deutschland sind gestaffelt und damit insgesamt länger, wodurch wir auch unsere Saison verlängern konnten“, erklärt Thorkild.

Deshalb haben wir auch keinen Augenblick gezögert, in Hütten zu investieren – denn hier war eine Nachfrage entstanden. „Die ersten zwei Hütten waren sehr klein und hatten weder Wasser noch Strom. Sie sollten mit einem großen LKW geliefert werden und die Handwerker hatten uns einen festen Liefertag versprochen. Aus diesem Grund hatten wir sie schon an zwei Damen aus Deutschland vermietet“, berichtet Mona und muss rückblickend lächeln. „Aber wie es manchmal so ist, verzögerte sich die Lieferung. Plötzlich standen die beiden Damen in der Rezeption und wollten einchecken. Gerade als ich innerlich aufseufzen wollte, sah ich den LKW mit den Hütten auf den Platz rollen.“

Die Hütten gibt es mittlerweile nicht mehr, aber dieses Erlebnis werden Mona und Thorkild niemals vergessen. Thorkild lacht: „Die beiden Damen haben die Hütten viele Jahre gemietet.“

Die beiden kleine Holzhütten waren der Einstieg zu etwas Größerem. Die Gäste wollten mehr Komfort und mehr erleben – und Mona und Thorkild sahen das Potenzial, besonders vom Ausland. 1989 unternahmen sie also noch einen mutigen Sprung. Sie eröffneten Dänemarks erstes tropisches Erlebnisbad auf einem Campingplatz. Ein Schritt, der Hvidbjerg Strand Camping einen echten Namen verschaffte. „Es war nötig, etwas zu tun, was anders war. Auf unseren Reisen nach Spanien und Italien haben wir Swimmingpools gesehen und wir dachten, dass wir so etwas auch bräuchten. Aber überdacht – alles andere wäre zu kalt“, berichtet Thorkild. Die Eröffnung des Erlebnisbades wurde ein entscheidender Wendepunkt. Ein Zugpflaster, das das Interesse an dem Campingplatz im Westen Dänemarks beflügelte. „Wir haben kein Geld für uns ausgegeben,“ sagt Mona. „Im Winter sind wir mit den Kindern in den Skiurlaub gefahren, aber ansonsten haben wir das verdiente Geld immer in den Campingplatz investiert.“ Das war eine Lebenseinstellung. Für Mona und Thorkild ging es nie darum, ihren privaten Konsum zu erhöhen. Vielmehr wollten sie den Campingplatz wachsen lassen, mit der Zeit gehen und den Gästen einen bestmöglichen Urlaub bieten. Sie glaubten fest daran, dass die Gäste wiederkommen, wenn sie spüren, dass sich ständig etwas bewegt. Und so war es auch. „Wir haben Gäste, die als Kinder ihre Ferien hier verbracht haben und jetzt mit ihren eigenen Familien kommen. Es ist uns gelungen, ein Gesamtpaket zu schaffen, das man anderswo nicht bekommt“, sagt Mona stolz. Und Thorkild ergänzt: „Als familienbetriebener Campingplatz war uns die Nähe zu unseren Gästen immer wichtig – das kann man, glaube ich, spüren, wenn man uns besucht“, sagt Thorkild.

Viele Jahre hat Thorkild persönlich die Gäste empfangen und mit dem Fahrrad zu ihrem Platz begleitet. Das hat sich mit den Jahren stark geändert. Lene hat eine Ausbildung zur Zahnarzthelferin absolviert und Steen hat Wirtschaft studiert. Zur Jahrtausendwende kehrte das Geschwisterpaar zum Alltag auf dem Campingplatz zurück. Zusammen führen sie nun das Familienunternehmen weiter – nach wie vor mit der Nähe zu den Gästen als oberste Prämisse. Man trifft Lene und Steen deshalb oft draußen auf dem Platz, in ihren gelben Westen. Zu Fuß oder mit dem Rad. In den Sommermonaten stehen sie in der Regel auch am Eingang und begrüßen die Gäste – genau wie ihre Eltern es taten.

Ein Ort, der weiterlebt

Die Fürsorge und die Liebe für den Platz sind überall spürbar. Heute – 50 Jahre nach dem Start – ist Hvidbjerg Strand Camping zu Hvidbjerg Strand geworden. Ein ganzjähriges Resort, eines der anerkanntesten und meistprämierten des Landes. Mit Badeland, Wellness, Luxushütten, Strandhotel, Restaurants, Indoor-Spielplatz, Fitness – und einem Strand, der Gäste aus ganz Europa anzieht. Und dennoch ist es im Kern derselbe Ort geblieben. Ein Ort, geboren aus Mut, Hingabe und harter Arbeit. „Unser Wunsch war immer, etwas zu schaffen, das wir selbst mögen – und hinter dem wir stehen können“, sagt Mona. Thorkild nickt. „Ein Ort, an dem man Nähe spürt.“ „Im Alltag hat jeder so viel um die Ohren – und im Campingurlaub kommt man als Familie wieder zusammen“, sagt er. „Ich denke da an die deutsche Großstadtfamilie, deren Jüngster zum ersten Mal einen Fisch aus dem Angelsee zieht. So ein Erlebnis ist etwas ganz Besonderes.“

Und genau darum geht es bei Hvidbjerg Strand: um die besten Rahmenbedingungen für eine gute Ferienzeit. Denn für einen Urlaub gibt es keine zweite Chance – und das verpflichtet. Von der kahlen Wiese am Meer bis zum heutigen Sechs-Sterne-Resort war eines immer gleich: Gäste sollen etwas erleben, das bleibt.

Hvidbjerg Strand Camping Resort Blaavandshuk Fyr Overblik Badebro
Sehen Sie Öffnungszeiten und Aktivitäten — Hier klickenHvidbjerg Strand 50 Jahre, 1976–2026 — Lesen Sie mehrWinterurlaub im Hvidbjerg? — Lesen Sie mehr